Jahreshauptversammlung 2015 der Bürgeraktion gegen Fluglärm Ellermühle Bruckberg.

Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung der Bürgeraktion ge­gen Fluglärm Ellermühle im Gasthof Eberl in Bruckbergerau statt.

Unter den zahlrei­chen Mitgliedern konnte auch Bürgermeister Hutzenthaler begrüßt wer­den. Für die erkrankte Vorsitzende sprang kurzfristig Beirat Christian Setzen­sack ein. Sein Tätigkeits­bericht wurde weniger ein Rückblick, sondern mehr eine Vor­schau. Anlass dazu gab ein zufällig am selben Tag erschienener Artikel in einer Wochenzeitung.

Darin wurde unter der Überschrift „Droht dem Air­port El­lermühle das Aus?“ eine geheime Sitzung des Stadtrats angekündigt, die sich mit der Zukunft und Wirtschaftlichkeit des Verkehrslan­deplatzes befassen soll. Er war für den Betreiber immer schon ein Verlustgeschäft. Landshut will wahr­scheinlich wieder einmal in aller Heimlichkeit den Landeplatz wirtschaftlich auf­werten, und die Öffentlichkeit wird dann vor kostspielige vollendete Tatsa­chen gestellt.

Vereinsintern standen Neuwahlen an, weil Vorstand und Kassier ihre Ämter zur Verfügung stellten.

Als 1. Vorsitzender bzw. als Kassier wurden einstimmig Anton Brunner bzw. Sabine Schwanner gewählt.

Die übrigen Ämter standen nicht zur Wahl und blieben unverändert.

 

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Hutzenthaler, dass er gerne dem Verein zur Verfügung stehe, um gemeinsam das zu erreichen, was möglich sei.

Der neu gewählte 1. Vorsitzende wünschte sich viel Rückhalt in der Bevölke­rung, auch bei denen, die nicht so vom Fluglärm betroffen seien.

Anschließend folgte noch eine rege Diskussion, bei der es um die Lautstärke von Ultraleichtflugzeugen und Tragschraubern und um die am Platz ansässigen Flugschulen ging. Von den Schulungsrunden geht der meiste Lärm aus.

 


 

 

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung

 
Sehr geehrtes Vereinsmitglied,

die „Bürgeraktion gegen Fluglärm Ellermühle e.V.“ lädt Sie herzlich zur Mitgliederversammlung am Mittwoch, 18. März 2015 um 19.30 Uhr im Gasthaus Eberl, Bruckbergerau ein.

Tagesordnung:

Begrüßung


Bericht des Vorstands (Rechenschaftsbericht)


Bericht des Kassiers


Entlastung der Vorstandschaft


Neuwahlen


Grußwort des 1. Bürgermeister


Aussprache und Wünsche
 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

i. A.

 

A. Thoma

 

Schriftführer

 


 

Platzrundenänderung wegen Windkraftanlage der Gemeinde Wang

Wegen der geplanten Windkraftanlage müßte die Platzrunde des Flugplatzes Ellermühle in Richtung Bruckberg verlagert werden.

Es steht zu befürchten, daß die neue Flugroute nicht wie eingezeichnet eingehalten werden wird, sondern (wie bei der jetztigen Route auch schon) abgekürzt wird - über Bartlmühle nicht erst noch nach Westen geflogen wird, sondern  Richtung Norden über Edlkofen und Bruckberg West.

  

 

 

 

Ergebnis der OpenPetition gegen die Verlagerung der Platzrunde Ellermühle:

 

Die Zeichnungsfrist ist beendet.

 

Der Antrag der Gemeinde Wang zur Verlagerung der Platzrunde Ellermühle in Richtung Gemeindegebiet Bruckberg ist durch die Regierung von Oberbayern abgelehnt worden.

Der Gemeinde Wang bleibt jetzt der Weg zu höheren Instanzen bzw. Aufsichtsbehörden sowie der juristische Weg. Obwohl nach Aussagen des Luftamtes Südbayern im vorliegenden Fall die Aussichten für den Antrag gering sind.

 

Alle weiteren Informationen zur Petition erhalten Sie unter diesem Link:

 

https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-verlagerung-der-platzrunde-ellermuehle-in-richtung-bruckberg

Dies ist ein Service von openPetition

 

 

Platzrundenänderung wegen Windkraftanlage der Gemeinde Wang

Wegen der geplanten Windkraftanlage müßte die Platzrunde des Flugplatzes Ellermühle in Richtung Bruckberg verlagert werden.

Es steht zu befürchten, daß die neue Flugroute nicht wie eingezeichnet eingehalten werden wird, sondern (wie bei der jetztigen Route auch schon) abgekürzt wird - über Bartlmühle nicht erst noch nach Westen geflogen wird, sondern  Richtung Norden über Edlkofen und Bruckberg West.

  

 

 

 

Landkreis Freising (Robert Stangl)

 

Arbeitskreis " Energie Wang " wird gegründet.

 

Wang. In der Gemeinde Wang wird schon seit einiger Zeit mehr Strom produziert, als verbraucht wird. Das ist aber kein Grund für die Verantwortlichen, sich zurückzulehnen und die Hände in den Schoß zu legen.

Nun schlug der Energiebeauftrage Dr. Thomas Kerscher vor, einen Arbeitskreis "Energie Wang" ins Leben zu rufen. Eine Gründungsversammlung ist bereits anberaumt, sie findet am 9. Januar 2013 um 19.30 im Gasthaus Schnaitl statt.

Das Gremium soll sich zunächst einmal Gedanken machen, in welcher Organisationsstruktur man sich weiter um das wichtige Thema kümmern könne. Ziel sei es, so Bürgermeister Prof. Hans Eichinger, "so etwas wie eine Energie Wang Agentur" zu schaffen. Der Arbeitskreis soll klären, ob eine Genossenschaft, eine GmbH oder eine andere Struktur am besten geeignet ist. Auf jeden Fall solle die Gemeinde integriert sein, selber aber nicht als Betreiber fungieren.

Beschäftigen wird sich das Gremium natürlich unter anderem mit der Windkraft. Der beste Standort für ein Windrad in der Gemeinde Wang wäre nördlich von Thulbach. Um dort eine Konzentrationszone ausweisen zu können, würde die Gemeinde Wang gerne die sogenannte Platzrunde des Flughafens Ellermühle "ein bisserl verlagern", sage Eichinger. Die Platzrunde ist die vorgeschriebene Flugroute bei Start und Landung. Die Nachbargemeinde Bruckberg hat dies jedoch kategorisch abgelehnt - aus Angst vor der drohenden Lärmbelästigung für die Bruckberger Bürger.

Eichinger ist der Meinung, dass eine Verlegung der Platzrunde keinen größeren Lärm verursachen würde. Der Bürgermeister will an der Sache dran bleiben, hat sich unter anderem an das Luftamt Südbayern gewandt, damit die Gemeinde dort oben bei Thulbach einmal eine Windkraftanlage errichten kann. "Ich will den Standort auf keinen Fall aufgeben, denn er wäre ideal."

 

 

 

 

 

 

Der Wald muss erhalten bleiben

 

 

 

 

 

 

 

Wangs Bürgermeister Hans Eichinger hat zwei Ziele: seine Gemeinde unabhängig machen von Stromkonzernen und die Energiewende vorantreiben. Eine große Rolle spielt dabei die Windkraft. Doch mit diesen Plänen stößt er im Nachbarort Bruckberg auf scharfe Kritik – und einen irritierten Bürgermeister.

Von Armin Forster (Freisinger Tagblatt)

Wang/Bruckberg – Wer Andreas Kratzer auf seinem Hof in Hartshausen bei Bruckberg (Niederbayern) besuchen möchte, fährt von der Landstraße runter und ein paar Minuten bergauf über einen kurvigen, holprigen Feldweg. Idyllisch ist es rund ums Haus. Wald und Wiesen, gefühlt an jeder Ecke döst eine Katze. Kratzer, 45-jähriger Familienvater und IT-Projektleiter, ist ein kernige Typ und recht naturverbunden.,

Mit einem öffentlichen Vorwurf gegen Wangs Gemeindechef Hans Eichinger hat er nun auf sich aufmerksam gemacht: „Der Bürgermeister von Wang lässt mit juristischen Mitteln die Nachbargemeinden Bruckberg mit Fluglärm belasten, um mit unrentablen Windrädern heimische Natur zu zerstören, ohne dabei die Energiewende voran zu bringen“. Der Satz ist lang und wiegt schwer. Er ist eine Zusammenfassung von drei Din-A 4-Seiten Kritik, die Kratzer dem FT zukommen hat lassen. Doch Zeilen ergeben oft nur ein abstraktes Bild, also steigt Kratzer in seinen Jeep und nimmt einen mit raus in das, worum es ihm geht: den Staatsforst hinter seinem Haus.

Es ist der Hardt-Wald, den sich Wang territorial mit Gammelsdorf und Bruckberg teilt. Unter Hans Eichingers Federführung sollen dort bis zu drei Windräder aufgestellt werden, die Gemeinde will unabhängig von den Stromkonzernen werden(wir haben berichtet). Die Nabenhöhe der Anlagen würde rund 140 Meter betragen, um möglichst viel von der Luftbewegung abzubekommen. Doch hier entsteht der erste Interessenkonflikt: Wenige Kilometer Richtung Landshut liegt der Flugplatz Ellermühle. Die Piloten fliegen bei ihrer Platzrunde über die Stelle, wo sich Wangs Windräder drehen sollen.

Das Luftamt Südbayern befürchtet Kollisionen und hat das Gesuch Wangs, die Platzrunde zu verlegen, bereits abgelehnt. Andreas Kratzer sagt: „Ich bin mir sicher, dass Herr Eichinger das trotzdem durchzieht: Entweder er betreibt Lobbyarbeit, oder er klagt gegen die Entscheidung.“ In einer öffentlichen Rede habe Eichinger laut Kratzer juristische Schritte so kommentiert: „Kein Ding der Unmöglichkeit.“ Dabei sei die Platzrunde nach jahrelangen Diskussionen zwischen Betreibern und betroffenen Bürgern als Kompromiss erarbeitet worden.

„Wang macht alles im stillen Kämmerlein“
Andreas Kratzer, Anwohner in Hartshausen/Bruckberg

Ich habe mit dem Bruckberger Bürgermeister über Eichingers Pläne gesprochen, die Platzrunde zu verlegen – der wusste davon noch gar nichts“, sagt Kratzer. „Wang macht alles im stillen Kämmerlein.“

Bruckbergs Rathauschef Wilhelm Hutzenthaler bestätigt auf Nachfrage des FT, dass er über mögliche Bestrebungen zur Platzrundenverlegung nicht informiert wurde und erst von Kratzer davon erfahren habe. „Informationen aus dritter Hand zu erhalten, ist natürlich ungünstig.“ Er werde seinen Wanger Kollegen „in den kommenden Tagen schriftlich um eine Stellungnahme bitten“, sagt Hutzenthaler. „Wir pflegen eigentlich ein gutes Verhältnis zu Wang, das wollen wir auch beibehalten. Sollte wirklich geklagt werden, wäre das kommunal-nachbarschaftlich nicht in Ordnung.“ Und weiter:“ Windräder sind ja begrüßenswert, aber die Platzrunde ist nicht verhandelbar.“ Die Flugroute könne gern so verändert werden, „dass sie über Wanger Gemeindegebiet verläuft“. Aber es gehe nicht, „nur die positiven Dinge nach Wang zu holen – und negative, wie Fluglärm, den Bruckbergern zu überlassen“.

Angesprochen auf juristische Schritte zeigt sich Hans Eichinger ziemlich überrascht;“ Zu klagen macht wenig Sinn.“ Er gehe grundsätzlich allen gerichtlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg, weil er gelernt habe, „dass dabei nicht viel rauskommt“. Eichinger: Man muss das mit den Leuten machen und die Anwohner überzeugen – auch in Bruckberg.“ Deshalb seien längst Unterschriften im betroffenen Ortsteil Almosenbachhorn gesammelt worden, „ und alle haben unterschrieben“. Nur Andreas Kratzer habe sich stets gesträubt. Die Aussage von Bruckbergs Bürgermeister wundert Eichinger: „Die haben das Thema doch in der Gemeinde längst verhackstückt.

„Der Mann geht lieber auf Kollisionskurs“
Hans Eichinger, Bürgermeister von Wang.

Ich habe Wilhelm Hutzenthaler angeboten, das Projekt gemeinsam anzugehen. Und wir wollen um Gottes Willen niemanden zu etwas drängen. Aber dem Kollegen hängen wohl die nächsten Wahlen im Kreuz“. Im Moment würde sich beim Luftamt nichts bewegen, sagt Eichinger. „Wir spielen jetzt einfach mal auf Zeit.“ Wenigstens ein Windrad könne man auch ohne Segen der Behörde bauen. „Das ist dann zu weit weg.“

Im Hardt-Wald parkt Andreas Kratzer den alten Geländewagen auf einer Lichtung und geht zu Fuß weiter. Dann erzählt er, warum er sich so gegen die Windradpläne sträubt. „Mein Schwiegervater war beim Staatsforst angestellt.“ Kratzer deutet im Kreis: „ Den gesunden Mischswald hier hat er über viele Jahre aufgebaut. Das muss erhalten bleiben.“ Der 45-jährige ist Mitglied beim Bund Naturschutz und eigentlich ein Verfechter der Energiewende. „Eichingers Ansatz ist gut“, sagt er. „Aber an diesem Standort müssten pro Anlage über 7000 Quadratmeter Wald abgeholzt werden.“ Dazu komme noch die Fläche für Infrastruktur, die zum Aufbau und zur Wartung der Windräder benötigt werde. Kratzer hat sich bei den Herstellern informiert: „Die Zufahrtsstraße darf eine maximale Steigung von zwölf Grad haben –hier sind es über 16.“ Dann seien da noch die hohen Erschließungskosten, die gesetzlich notwendigen Ausgleichsflächen für den versiegelten Waldboden, der fehlende Netzanschlusspunkt für den erzeugten Strom und zu alledem auch noch eine laut Studien geringe Windstärke – all das mache das Vorhaben unwirtschaftlich. „Da stimmt doch etwas nicht“, vermutet Kratzer. „Will sich der Bürgermeister ein Denkmal setzen?“

„Windkraft hat den mit Abstand niedrigsten Flächenverbrauch aller Energieformen“, entgegnet Hans Eichinger auf den Vorwurf, er ließe großspurig Umwelt zerstören. In der starken Steigung der Zufahrtsstraße sieht er auch kein Problem: „Ich hab‘ einige Anlagen in Ostbayern angeschaut, die stehen teilweise an noch viel steileren Hängen. Irgendwie müssen sie das Zeug dort ja auch hingebracht haben.“ Für Eichinger sind das technische Probleme, die sicher lösbar sind“. Aber so weit sei man ohnehin noch gar nicht gekommen, sagt er. „Wir brauchen in jedem Fall präzise und seriöse Windmessungen, und die Daten bekommt man nur, wenn man aus der gleichen Höhe misst, in der später auch das Windrad steht.“ Bis zu 80 000 Euro würde das kosten. „Wenn sich ein Standort als nicht ertragreich erweist, dann ist das immer noch der günstigste Weg.“ Etwas anderes bereitet Hans Eichinger viel größere Sorgen: „Ministerpräsident Seehofer hat vor der Wahl versprochen, dass nur noch Windräder errichtet werden, die die zehnfache Höhe als Abstandsmaß zur Wohnbebauung einhalten. Jetzt hat er seine absolute Mehrheit, das sieht dann natürlich schwierig für uns aus. Dabei sind wir eigentlich freudig an die Sache herangegangen.“

Andreas Kratzer steht vor einer Buche, deren Stamm dreimal so breit ist wie er selbst. Auch dieser Jahrzehnte-alte Baum müsste für die Windräder weichen. Wenn der Hartshausener es nicht noch verhindern kann: „Falls Professor Eichinger es durchzieht, dann muss ich selbst juristische Schritte einleiten.“ Nicht nur, um das Erbe seines Schwiegervaters im Staatsforst zu bewahren, sondern auch einen kleinen Beach-Volleyballplatz hinter seinem Haus weiterbetreiben zu können. „ Da trainiere ich Sportler vom SC Bruckberg, auch Moosburger fahren zu mir raus“, sagt Kratzer. „Zur Zeit der Sonnenwende wäre dort dann der Schattenwurf vom Windrad, dann ist der Platz nicht betreibbar.“

Einige Briefe gingen schon hin und her zwischen Andreas Kratzer und Hans Eichinger. Der Bürgermeister sagt: „Ich habe ihn ins Rathaus eingeladen, zu einem Gespräch. Darauf hat er nie reagiert.“ Für ihn ist die Sache damit klar: „ Der Mann geht wohl lieber auf Kollisionskurs“.

„Die Flugroute ist nicht verhandelbar“,
Wilhelm HutzenthalerBürgermeister vonBruckberg  

 

aus Freisinger Tagblatt