Hier finden Sie die Pressemitteilungen, Leserbriefe und Veröffentlichungen zum Thema Flugplatz und Fluglärm Ellermühle

 

Dauerthema Fluglärm

 

Jahreshauptversammlung

Bürgeraktion gegen Fluglärm Ellermühle

 

Bruckberg. Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung der Bürgeraktion ge­gen Fluglärm Ellermühle im Gasthof Eberl in Bruckbergerau statt.

Unter den zahlrei­chen Mitgliedern konnte auch Bürgermeister Hutzenthaler begrüßt wer­den. Für die erkrankte Vorsitzende sprang kurzfristig Beirat Christian Setzen­sack ein. Sein Tätigkeits­bericht wurde weniger ein Rückblick, sondern mehr eine Vor­schau. Anlass dazu gab ein zufällig am selben Tag erschienener Artikel in einer Wochenzeitung.

Darin wurde unter der Überschrift „Droht dem Air­port El­lermühle das Aus?“ eine geheime Sitzung des Stadtrats angekündigt, die sich mit der Zukunft und Wirtschaftlichkeit des Verkehrslan­deplatzes befassen soll. Er war für den Betreiber immer schon ein Verlustgeschäft. Landshut will wahr­scheinlich wieder einmal in aller Heimlichkeit den Landeplatz wirtschaftlich auf­werten, und die Öffentlichkeit wird dann vor kostspielige vollendete Tatsa­chen gestellt.

Vereinsintern standen Neuwahlen an, weil Vorstand und Kassier ihre Ämter zur Verfügung stellten.

Als 1. Vorsitzender bzw. als Kassier wurden einstimmig Anton Brunner bzw. Sabine Schwanner gewählt.

Die übrigen Ämter standen nicht zur Wahl und blieben unverändert.

 

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Hutzenthaler, dass er gerne dem Verein zur Verfügung stehe, um gemeinsam das zu erreichen, was möglich sei.

Der neu gewählte 1. Vorsitzende wünschte sich viel Rückhalt in der Bevölke­rung, auch bei denen, die nicht so vom Fluglärm betroffen seien.

Anschließend folgte noch eine rege Diskussion, bei der es um die Lautstärke von Ultraleichtflugzeugen und Tragschraubern und um die am Platz ansässigen Flugschulen ging. Von den Schulungsrunden geht der meiste Lärm aus.

 

 

 


Jahreshauptversammlung der Bürgeraktion gegen Fluglärm Ellermühle

 

Bruckberg. Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung der „Bürgeraktion gegen Fluglärm Ellermühle e.V.“ im Gasthaus Eberl statt. Nach Begrüßung der anwesenden Mitglieder ging die Vorsitzende Frau Zmitrowicz auf einige Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Es wurden Anfragen an die Stadt Landshut gerichtet, betreffend die Einhaltung der Platzrunden, die Betriebszeiten des Verkehrslandeplatzes und die Start- und Landegebühren. Auch über die lärmintensiven Probe- und Testläufe im Freien bei der Wartung der Hubschrauber fragte man beim Luftamt Südbayern nach und erfuhr, dass dies rechtens sei und keiner lärmreduzierenden Maßnahmen bedürfe. Von den Anwesenden kam der Wunsch, bei der Stadt Landshut wegen der Zunahme des Hubschrauberlärms und der Hub- und Tragschrauberflüge vorstellig zu werden. Einhellig wurde die Meinung vertreten, dass der Flugplatz eine Behinderung der Ausdehnung Landshuts nach Westen darstelle. 

Weiter wies die Vorsitzende darauf hin, dass sich vor kurzem Stadtrat Hoffmann dem Verein zu einer Aussprache und zu einem Meinungsaustausch zur Verfügung gestellt habe. Er hörte sich die vorgebrachten Probleme an und versprach, sich dieser anzunehmen und bei nächster Gelegenheit darüber zu berichten.  

Der Verein hat jetzt auch eine neue Homepage. Darin findet man unter anderem ein Formular zum Ausdrucken für Fluglärmanzeigen z. B. bei Nichteinhaltung der Platzrunde.

 

 

(Lansdshuter Zeitung)

 


 

Ärger um den Fluglärm bei Bürgeraktion

Bruckberg. Die gut besuchte Mitgliederversammlung mit Neuwahlen der "Bürgeraktion gegen Fluglärm" fand im Gasthaus Sirtl statt. Neben den Neuwahlen stand der Rückblick auf die Vereinsaktivitäten der vergangenen Jahre im Mittelpunkt. Dabei würdigte der stellvertretende Vorsitzende Anton Fertl die Verdienste des verstorbenen Vorsitzenden Dirk Decker. Seitdem hatte Anton Fertl kommissarisch den Vorsitz der Bürgeraktion inne. Fertl hob außerdem den Einsatz bei den beiden Bürgerbegehren der Iniative "Kein Ausbau Ellermühle hervor. 

 

 

 

Beide Entscheide wurden gewonnen, im betroffenen Ortsteil Münchnerau überzeugend mit mehr als 87 Prozent. Bürgerbegehren haben nur eine rechtliche Bindungsfrist von einem Jahr, moralisch sind sie jedoch bindend. Nach dem zweiten Bürgerbegehren sollten die  veratnwortlichen Politiker die Entscheidung - insbesondere wenn keine neuen sachlichen Aspekte hinzukommen - endgültig akzeptieren, sagte der stellvertretende Vorsitzende. Wichtiges Thema  der Versammlung war der Fluglärm. Für Maßnahmen zur Vermeidung wird sich der Verein verstärkt einsetzen.

 

 

 

 

 

Die in den vergangenen Jahren rückläufigen Flugbewegungen brachten nach Aussage der Bürgeraktion nur geringfügige Verbesserungen, da die Piloten - in der Mehrzahl Flugschüler und Fluglehrer - die Platzrunden häufig missachteten , wie auch beim Punkt Wünsche und Aussprache kritisiert wurden. Anhand einer Karte wurde verdeutlicht, wo die Platzrunde vorschriftsmäßig verläuft und wo sie oft - über Bruckbergerau, Edlkofen und Tondorf - abgekürzt wird. Dies verursache nicht nur Lärm, sondern stelle auch ein Sicherheitsrisiko dar. Bis jetzt ereigneten sich etwa 24 Unfälle in der Platzrunde, führte Fertl an.

Außerdem bereitet der Bürgeraktion Sorge, dass Ellermühle im Internet als "der Flugplatz in der Nähe Münchens" mit günstiger Verkehrsanbindung und niedrigen Ausbildungskosten hervorgehoben wird. Dazu werde der bisherige Lärm von einem Kunstflieger am Rande der Bruckbergerau und verschiedene Hubschrauberflüge verstärkt. Beschwerden wegen Lärmbelästigung würden beim Personal des Towers jedoch als lästig abgetan. Dabei kam auch die Frage auf, ob es für den Betrieb und die Wartung keine Lärmvorschriften gibt.

Des Weiteren kam zur Sprache, dass die Stadt Landshut den Flugplatz über Jahre mit bis zu 100 000 Euro jährlich unterstützt. Die Verbreiterung der Startbahn von 20 auf 23 Meter koste rund eine Million Euro. Dazu sagte der Bürgermeister Hutzenthaler, dass er diesen massiven Einsatz für den Flugplatzausbau - auch im Hinblick auf die finanzielle Situation der Stadt - nicht verstehe. Seiner Meinung nach würde es dringender Probleme geben.

Als Referentin wies Stadträtin Sigi Hagl auf die politischen Verfahren einer Maßnahme hin und erklärte auch den Mehrheitsbeschluss im Stadtrat. Auch das Verkehrskonzept, welches die IHK kzum Ausbau Ellermühle vorstellte, zog sie in Zweifel und kritisierte die Vorgehensweise. Ihr sachlicher Vortrag stimmte die teils emotionale Stimmung auf ein akzeptables Niveau ein.

Der Kassenbericht wurde von Franz Wagner vorgetragen und erläutert. Die Kassenprüfung ergab durch        Dr. Weidinger keine Beanstandung. Die Vorstandschaft wurde daraufhin entlastet.

Bei den anschließenden Wahlen wurde Edeltraud Zmitrowicz zur Vorsitzenden gewählt, zweiter Vorsitzender bleibt Anton Fertl. Kassier ist Franz Wagner, Schriftführer Alfons Thoma. Als Beisitzer wurden bestellt: Hubert Brunner, Carrie-Marie Christiansen, Christian Herden, Hans Kolbeck, Rudolf Maier, Elisabeth Seewaldt und Dr. Christian Setzensack. Kassenprüfer bleibt Dr. Fritz Weidinger. Bei ihrer Antrittsrede freute sich die neue Vorsitzende auf eine kraftvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der gewählten Vorstandschaft, die sie aus den Zeiten der Bürgerbegehren in guter Erinnerung habe. Sie rief zur Wachsamkeit auf, damit Rentabilität, Lebensqualität und Natur hier in Landshut Ellermühle in Einklang kommen.

 

Landshuter Zeitung, 4. Mai 2012